Therapie & Beratung

Erste Therapiesitzung, was fragt der Psychologe dich?

Was erwartet dich in der ersten Therapiesitzung? Ein Psychologe erklärt typische Fragen und den Ablauf, egal ob Privatpraxis oder Kasse.

Patric Pförtner

Patric Pförtner

M.Sc. Psychologe

· 9 Min. Lesezeit

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und von Patric Pförtner fachlich geprüft und freigegeben.

Wie viel persönliche Informationen muss ich in der ersten Therapiesitzung preisgeben? Was will ein Psychologe von mir wissen?

Erste Therapiesitzung, was fragt der Psychologe dich?

Stell dir vor, du gehst zum ersten Mal zur Therapie. Dieser erste Schritt ist ein wichtiger.

Es ist deine Chance, deinem Therapeuten von deinen Gedanken, Gefühlen und Sorgen zu erzählen.

Gleichzeitig hat der Therapeut die Möglichkeit, dich besser kennenzulernen und zu verstehen, was du durchmachst.

Therapie braucht Zeit. Erwarte also nicht, dass deine Probleme sofort in der ersten Sitzung gelöst werden.

In den nächsten Abschnitten schauen wir uns genauer an, welche spezifischen Fragen und Prozesse dich in einer privaten Praxis, wie meiner eigenen Praxis für psychologische Online-Beratung, und bei Therapeuten erwarten, die über die Krankenkasse abrechnen.

Übrigens: Das Erstgespräch ist kostenlos und unverbindlich, 30 Minuten per Video. Wie es danach weitergeht, entscheidest du. Alle Preise auf einen Blick.

Was fragt ein Psychologe in der privaten Praxis in der ersten Sitzung?

In diesem Abschnitt möchte ich dir nicht nur einige Fragen vorstellen, die in einer privaten Praxis gestellt werden könnten, sondern auch einige Beispielantworten geben. Diese Antworten basieren auf meiner eigenen Erfahrung als Online-Psychologe mit Privatpraxis.

Sie sollen dir helfen, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was du von der ersten Sitzung erwarten kannst und wie du dich darauf vorbereiten kannst. Bitte beachte, dass die tatsächlichen Fragen und Antworten je nach individueller Situation variieren können.

1. Was hat dich dazu veranlasst, eine Therapie in Betracht zu ziehen?

  • “Ich habe das Gefühl, dass ich mit meinem Stress nicht mehr umgehen kann und ich glaube, dass eine Beratung mir helfen könnte, besser damit umzugehen.”

2. Was sind die Symptome oder Probleme, die du momentan erlebst?

  • “Ich habe Schlafprobleme und fühle mich oft ängstlich und überfordert.”

3. Wie beeinflussen diese Probleme deinen Alltag?

  • “Ich habe Schwierigkeiten, mich auf meine Arbeit zu konzentrieren und ich ziehe mich oft von sozialen Aktivitäten zurück.”

4. Hast du jemals zuvor eine Therapie oder Beratung in Anspruch genommen?

  • “Ja, ich war vor ein paar Jahren bei einem Therapeuten, aber ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wieder Hilfe brauche.”

5. Gibt es bestimmte Ziele, die du durch die Beratung erreichen möchtest?

  • “Ich möchte lernen, wie ich besser mit meinem Stress umgehen und meine Ängste bewältigen kann.”

6. Wie würdest du deine aktuelle Stimmung beschreiben?

  • “Ich fühle mich meistens ängstlich und gestresst.”

7. Wie sieht eine typische Woche in deinem Leben aus?

  • “Ich arbeite von Montag bis Freitag und versuche, am Wochenende Zeit für mich selbst zu finden.”

8. Wie würdest du deine Beziehungen zu Familie und Freunden beschreiben?

  • “Ich habe ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter und Schwester, aber ich habe das Gefühl, dass ich mich von meiner besten Freundin entfernt habe.”

9. Gibt es in deiner Vergangenheit Ereignisse oder Erfahrungen, die dich besonders geprägt haben?

  • “Ja, der Tod meines Vaters vor ein paar Jahren hat mich sehr getroffen und ich habe das Gefühl, dass ich das noch nicht richtig verarbeitet habe.”

10. Wie gehst du normalerweise mit Stress um?

  • “Ich versuche, mich durch Tennis abzulenken, aber manchmal fühle ich mich trotzdem überfordert.”

11. Gibt es gesundheitliche Probleme, über die ich Bescheid wissen sollte?

  • “Ich habe Bluthochdruck und nehme dafür Medikamente.”

12. Nimmst du derzeit noch andere Medikamente ein?

  • “Nein.”

13. Wie sieht deine Arbeitssituation aus?

  • “Ich arbeite Vollzeit in einem Büro.”

14. Wie würdest du deine Schlafgewohnheiten beschreiben?

  • “Ich habe Schwierigkeiten einzuschlafen und wache oft mitten in der Nacht auf. Dann kann ich durch lauter Denkerei nicht mehr einschlafen und stehe total übermüdet auf.”

15. Gibt es Dinge, die dir Sorgen bereiten oder Angst machen?

  • “Ich mache mir Sorgen um meine Gesundheit und habe Angst, dass ich meinen Job verlieren könnte.”

16. Wie ernährst du dich?

  • “Ich versuche, gesund zu essen, aber manchmal greife ich unter Stress zu ungesunden Snacks.”

17. Treibst du regelmäßig Sport oder hast du andere körperliche Aktivitäten?

  • “Ich gehe ein paar Mal pro Woche zum Tennis spielen. Normalerweise gehe ich auch mittwochs vor der Arbeit joggen, aber in letzter Zeit fällt mir das zunehmend schwerer.”

18. Wie sieht es mit deinem Alkohol- oder Drogenkonsum aus?

  • “Ich trinke gelegentlich ein Glas Wein, aber ich nehme keine Drogen.”

19. Gibt es etwas, das du in deinem Leben ändern möchtest?

  • “Ich möchte lernen, besser mit meinem Stress umzugehen und meine Angst vor dem Tod meiner Mitmenschen oder Menschen, die mir nahe sind, zu bewältigen.”

20. Gibt es noch etwas, das du mir erzählen möchtest, das wir noch nicht besprochen haben?

  • “Ich denke, wir haben die meisten meiner Bedenken besprochen. Ich freue mich darauf, mit der Beratung zu beginnen.”

Die Art und Weise, wie diese Fragen gestellt werden, hängt von der Haltung und dem Ansatz des Psychologen ab.

Lesenswert: Nervös vor der ersten Therapiesitzung? Die Top 10 Tipps vom Psychologen

Die Liste aus 20 Fragen dient nur als allgemeine Orientierung, die tatsächlichen Fragen können variieren.

Es ist immer am besten, offen und ehrlich auf die Fragen des Therapeuten zu antworten, um das Beste aus der Beratung herauszuholen.

Was fragt ein Psychotherapeut, der über die Krankenkasse abrechnet?

In diesem Abschnitt schauen wir uns die erste Therapiesitzung an, die von einem psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt wird, der über die Krankenkasse abrechnet.

Nicht alle Therapieformen werden von der Krankenkasse übernommen. Laut “Psychologie Heute” heißt es aktuell: Von den Krankenkassen werden aktuell Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse bezahlt. Demnächst wird auch die systemische Therapie zugelassen. Quelle

Die Fragen, die während der ersten Sitzung gestellt werden, können ähnlich sein, aber jeder Therapeut hat seinen eigenen Ansatz zum Screening seiner Patienten.

  1. Hast du jemals plötzliche Angst verspürt, obwohl keine reale Gefahr vorhanden war?
  2. Fühlst du dich in bestimmten Situationen oder Orten unwohl, wie zum Beispiel in Kaufhäusern, beim Autofahren, in Menschenmengen, in Aufzügen oder in geschlossenen Räumen?
  3. Hast du Angst vor Situationen, in denen du von anderen Menschen beobachtet oder bewertet werden könntest, wie zum Beispiel beim öffentlichen Sprechen, bei Zusammenkünften, Partys oder Gesprächen?
  4. Hast du Angst vor bestimmten Dingen, wie zum Beispiel Tieren, Höhen, Flugreisen oder dem Anblick von Blut und Verletzungen?
  5. Machst du dir häufig übermäßige Sorgen, zum Beispiel über familiäre, berufliche oder finanzielle Angelegenheiten?
  6. Hast du schon einmal ein extrem belastendes, lebensbedrohliches oder traumatisches Ereignis erlebt, nach dem es dir sehr schlecht ging, wie zum Beispiel eine Vergewaltigung, andere Gewalttaten oder Naturkatastrophen?
  7. Gibt es Handlungen, die du immer wieder ausführen musst?
  8. Gab es Zeiten in deinem Leben, in denen du dich über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen hinweg durchgehend niedergeschlagen, hoffnungslos oder uninteressiert gefühlt hast?
  9. Hast du schon einmal eine Phase von mindestens zwei Jahren erlebt, in der du dich die meiste Zeit traurig oder deprimiert gefühlt hast?
  10. Gab es Zeiten, in denen du dich für mindestens eine Woche extrem euphorisch oder gereizt gefühlt hast?
  11. Hast du häufig die Befürchtung, an einer ernsthaften Krankheit zu leiden?
  12. Hattest du vor deinem 30. Lebensjahr bereits mit zahlreichen körperlichen Beschwerden zu kämpfen?
  13. Gab es Zeiten, in denen du mindestens sechs Monate lang unter starken Schmerzen gelitten hast, die deine Aufmerksamkeit fast ständig in Anspruch nahmen?
  14. Hast du jemals körperliche Symptome wie Lähmungen, Stimmverlust, Sehstörungen oder Gehprobleme erlebt?
  15. Hast du starke Ängste, übergewichtig zu werden, oder machst du dir große Sorgen um deine Figur und dein Gewicht?
  16. Gab es Zeiten, in denen dein Gewicht deutlich unter dem lag, was andere als angemessen betrachteten, oder hast du schon einmal erheblich an Gewicht verloren?
  17. Hast du schon einmal Phasen von Heißhunger oder Essanfällen erlebt, in denen du in sehr kurzer Zeit große Mengen an Nahrung zu dir genommen hast?
  18. Nimmst du Substanzen ein, um deine Stimmung zu beeinflussen, wie zum Beispiel Alkohol, Medikamente oder illegale Drogen?
  19. Hast du schon einmal ungewöhnliche Erfahrungen gemacht, wie zum Beispiel das Hören oder Sehen von Dingen oder Stimmen, die andere nicht wahrnehmen konnten oder wenn niemand in der Nähe war?
  20. Gab es Zeiten, in denen du das Gefühl hattest, dass merkwürdige Dinge um dich herum passierten, dass Menschen Dinge taten, um dich zu testen oder dir zu schaden, so dass du ständig auf der Hut sein musstest?

Diese Informationen sollen dir also nur als Orientierungshilfe dienen. Jede Therapie ist individuell und auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten.

Warum eine private Psychologenberatung die richtige Wahl sein könnte

Es gibt verschiedene Gründe, warum sich Menschen für eine private Praxis entscheiden.

  1. Vertraulichkeit. In einer privaten Praxis bleibt die Beratung völlig vertraulich. Das bedeutet, dass Arbeitgeber, Krankenkassen und sogar Partner in der Regel nichts von der Beratung erfahren, es sei denn, du entscheidest dich dafür, diese Informationen zu teilen.
  2. Keine Diagnose erforderlich. In einer privaten Praxis ist es nicht notwendig, eine formelle Diagnose zu stellen, um mit der Beratung zu beginnen. Das kann für Menschen attraktiv sein, die Hilfe suchen, aber Bedenken haben, eine formelle Diagnose zu erhalten.
  3. Keine langen Wartezeiten. Private Praxen haben oft kürzere Wartezeiten als Therapeuten, die über die Krankenkasse abrechnen. Das kann besonders wichtig sein für Menschen, die sofortige Hilfe benötigen.

Paarberatung wird nicht von der Krankenkasse übernommen, was bedeutet, dass der Weg in eine private Praxis oft der einzige Weg ist, um diese Art von Unterstützung zu erhalten.

Diese Faktoren können dazu beitragen, dass sich Menschen wohler fühlen und bereit sind, den Schritt zur Therapie zu machen.

Die Entscheidung für eine private Praxis ist eine persönliche Entscheidung und hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich deiner individuellen Bedürfnisse und Umstände.

Meiner Meinung nach ist es immer am besten, alle verfügbaren Optionen zu prüfen und diejenige zu wählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Auf meiner Website findest du psychologische Selbsttests, um zu erkunden, wie stark deine Beschwerden dich belasten. Probier sie aus.

Wenn du mit jemandem darüber reden möchtest, du weißt ja, ich freue mich immer über Begegnungen.

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Patric Pförtner

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M.Sc. Psychologe, Paartherapeut und Doktorand. Ich begleite Paare, die spüren: So kann es nicht weitergehen.

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