Erste Therapiesitzung: Was fragt der Psychologe Sie?
Was erwartet Sie in der ersten Therapiesitzung? Ein Psychologe erklärt typische Fragen und den Ablauf – egal ob Privatpraxis oder Kasse.
Patric Pförtner
M.Sc. Psychologe
·
8 Min. Lesezeit
Was erwartet Sie in der ersten Therapiesitzung? Ein Psychologe erklärt typische Fragen und den Ablauf – egal ob Privatpraxis oder Kasse.
Patric Pförtner
M.Sc. Psychologe
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8 Min. Lesezeit
Stell dir vor, du gehst zum ersten Mal zur Therapie. Dieser erste Schritt ist ein wichtiger. Es ist deine Chance, deinem Therapeuten von deinen Gedanken, Gefühlen und Sorgen zu erzählen. Gleichzeitig hat der Therapeut die Möglichkeit, dich besser kennenzulernen und zu verstehen, was du durchmachst.
Es ist wichtig zu verstehen, dass Therapie Zeit braucht. Erwarte also nicht, dass deine Probleme sofort in der ersten Sitzung gelöst werden.
In den nächsten Abschnitten werden wir uns genauer ansehen, welche spezifischen Fragen und Prozesse du in einer privaten Praxis, wie meiner eigenen Praxis für psychologische Online-Beratung, und bei Therapeuten erwarten kannst, die über die Krankenkasse abrechnen.
Inhaltsverzeichnis hier
In diesem Abschnitt möchte ich dir nicht nur einige Fragen vorstellen, die in einer privaten Praxis gestellt werden könnten, sondern auch einige Beispielantworten geben. Diese Antworten basieren auf meiner eigenen Erfahrung als Online-Psychologe mit Privatpraxis.
Sie sollen dir helfen, ein besseres Verständnis dafür zu bekommen, was du von der ersten Sitzung erwarten kannst und wie du dich darauf vorbereiten kannst. Bitte beachte, dass die tatsächlichen Fragen und Antworten je nach individueller Situation variieren können.
1. Was hat dich dazu veranlasst, eine Therapie in Betracht zu ziehen?
2. Was sind die Symptome oder Probleme, die du momentan erlebst?
3. Wie beeinflussen diese Probleme deinen Alltag?
4. Hast du jemals zuvor eine Therapie oder Beratung in Anspruch genommen?
5. Gibt es bestimmte Ziele, die du durch die Beratung erreichen möchtest?
6. Wie würdest du deine aktuelle Stimmung beschreiben?
7. Wie sieht eine typische Woche in deinem Leben aus?
8. Wie würdest du deine Beziehungen zu Familie und Freunden beschreiben?
9. Gibt es in deiner Vergangenheit Ereignisse oder Erfahrungen, die dich besonders geprägt haben?
10. Wie gehst du normalerweise mit Stress um?
11. Gibt es gesundheitliche Probleme, über die ich Bescheid wissen sollte?
12. Nimmst du derzeit noch andere Medikamente ein?
13. Wie sieht deine Arbeitssituation aus?
14. Wie würdest du deine Schlafgewohnheiten beschreiben?
15. Gibt es Dinge, die dir Sorgen bereiten oder Angst machen?
16. Wie ernährst du dich?
17. Treibst du regelmäßig Sport oder hast du andere körperliche Aktivitäten?
18. Wie sieht es mit deinem Alkohol- oder Drogenkonsum aus?
19. Gibt es etwas, das du in deinem Leben ändern möchtest?
20. Gibt es noch etwas, das du mir erzählen möchtest, das wir noch nicht besprochen haben?
Es ist wichtig zu beachten, dass die Art und Weise, wie diese Fragen gestellt werden, von der Haltung und dem Ansatz des Psychologen abhängt.
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Die Liste aus 20 Fragen dient nur als allgemeine Orientierung und die tatsächlichen Fragen können variieren.
Es ist immer am besten, offen und ehrlich auf die Fragen des Therapeuten zu antworten, um das Beste aus der Beratung herauszuholen.
In diesem Abschnitt schauen wir uns die erste Therapiesitzung an, die von einem psychologischen Psychotherapeuten durchgeführt wird, der über die Krankenkasse abrechnet.
Es ist wichtig zu wissen, dass nicht alle Therapieformen von der Krankenkasse übernommen werden. Laut “Psychologie Heute” heißt es aktuell: Von den Krankenkassen werden aktuell Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse bezahlt. Demnächst wird auch die systemische Therapie zugelassen werden. Quelle
Es ist wichtig zu wissen, dass die Fragen, die während der ersten Sitzung gestellt werden, ähnlich sein können, aber jeder Therapeut hat seinen eigenen Ansatz zum Screening seiner Patienten.
Diese Informationen sollen dir also nur als Orientierungshilfe dienen. Jede Therapie ist individuell und auf die Bedürfnisse des Einzelnen zugeschnitten.
Es gibt verschiedene Gründe, warum sich Menschen für eine private Praxis entscheiden könnten:
Diese Faktoren können dazu beitragen, dass sich Menschen wohler fühlen und bereit sind, den Schritt zur Therapie zu machen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Entscheidung für eine private Praxis eine persönliche Entscheidung ist und von vielen Faktoren abhängt, einschließlich der individuellen Bedürfnisse und Umstände des Einzelnen.
Meiner Meinung nach ist es immer am besten, alle verfügbaren Optionen zu prüfen und diejenige zu wählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.
Auf meiner Website findest Du psychologische Selbsttest, um zu erkunden wie stark deine Beschwerden dich belasten. Probiere sie aus.
Wenn Du mit jemanden darüber reden möchtest – Du weißt ja, ich freue mich immer über Begegnungen.
Herzlich grüßt
Patric Pförtner
Über mich
M.Sc. Psychologe, Paartherapeut und Doktorand. Ich begleite Paare, die spüren: So kann es nicht weitergehen.
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Eingetragenes Voll-Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen.
Für meine Arbeit hat der BDP mir das Gütezeichen „Beratung durch PsychologInnen" verliehen.