Psychotherapie vs. Psychologe: Der Unterschied erklärt
Psychotherapie oder Psychologe – wo liegt der Unterschied? Unser Psychologe erklärt verständlich Ausbildung, Aufgaben und Behandlungswege.
Patric Pförtner
M.Sc. Psychologe
·
4 Min. Lesezeit
Psychotherapie oder Psychologe – wo liegt der Unterschied? Unser Psychologe erklärt verständlich Ausbildung, Aufgaben und Behandlungswege.
Patric Pförtner
M.Sc. Psychologe
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Die Begriffe Psychotherapie und Psychologe werden oft verwechselt, obwohl sie auf unterschiedliche Konzepte verweisen. Psychotherapie beschreibt ein Richtlinienverfahren zur Behandlung von psychischen Störungen. Ein Psychologe hingegen bezieht sich auf eine Berufsgruppe, die Experten für menschliches Verhalten, mentale Prozesse und emotionale Reaktionen sind.
Psychologen haben ein Bachelor und Master Studium der Psychologie absolviert und können in verschiedenen Bereichen wie Forschung, Beratung oder Organisationspsychologie tätig sein.
Es ist wichtig zu beachten, dass Psychologen auch Psychotherapeuten sein können, jedoch nur nach dem Abschluss einer spezifischen Ausbildung und der Erlangung einer Approbation.
Diese Approbation erfordert in der Regel eine Ausbildungszeit von 4 bis 5 Jahren nach dem Psychologiestudium.
Daher können Psychologen, die sich für eine psychotherapeutische Tätigkeit entscheiden, nach Abschluss der Ausbildung Psychotherapie anbieten.
In der Welt der psychologischen Unterstützung sind die Begriffe
oft miteinander verwoben, doch sie bezeichnen tatsächlich unterschiedliche Ansätze und Dienstleistungen.
Während die eine auf intensive, spezialisierte Behandlung ausgerichtet ist, konzentriert sich die andere auf vielseitige Unterstützung und Beratung in psychologischen Belangen.
Psychotherapie ist ein Richtlinienverfahren, das bedeutet, dass sie auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und bewährten Methoden basiert.
Es gibt 4 verschiedene Therapieformen, die darauf abzielen, den psychischen Leidensdruck zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern.
Hier findest Du die 4 Psychotherapieformen:
Während die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, die psychoanalytische Psychotherapie, die Verhaltenstherapie und die systemische Therapie als Richtlinienverfahren anerkannt sind und oft von Krankenkassen finanziert werden, gibt es auch die Möglichkeit der psychologischen Beratung.
Der Hauptunterschied liegt darin, dass psychologische Beratungen in der Regel nicht von Krankenkassen übernommen werden und nicht zwingend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und bewährten Methoden basiert.
Psychologische Beratungen bieten eine unterstützende und lösungsorientierte Hilfe bei verschiedenen Lebensfragen und Herausforderungen.
Psychologen können u.a. bei der Bewältigung von Stress, Konflikten, Entscheidungsfindung, beruflichen Problemen und persönlichen Entwicklungsthemen helfen.
Im Gegensatz zu den Richtlinienverfahren der Psychotherapie, die tiefergehende und längerfristige Interventionen sind, sind psychologische Beratungen oft kurzfristig und auf konkrete Anliegen ausgerichtet.
Sie können in Form von Einzel- oder Paarberatungen, Familienberatungen oder Gruppenworkshops stattfinden.
Es ist wichtig zu beachten, dass die Kosten für psychologische Beratungen in der Regel privat getragen werden müssen.
Psychologen, die psychologische Beratungen anbieten, bedienen sich häufig Interventionen und Methoden der Richtlinienverfahren, um ihren Klienten zu helfen. Es kommen auch vermehrt psychologische Tests zum Einsatz, um einen Eindruck über den Ist-Zustand des Klienten zu gewinnen.
Oft kommt beispielsweise die Gesprächstherapie zum Einsatz. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass die Gesprächstherapie kein Richtlinienverfahren ist und somit nicht von der Krankenkasse getragen wird.
Die Gesprächstherapie legt den Fokus auf empathische und wertschätzende Gespräche zwischen Psychologe und Klient.
Es ist eine therapeutische Methode, die darauf abzielt, dem Klienten zu helfen, seine eigenen Ressourcen und Lösungen zu entdecken.
Obwohl sie häufig in psychologischen Beratungen verwendet wird, müssen die Kosten für reine Gesprächstherapien in der Regel privat getragen werden.
Als Online Psychologe kann ich aus meiner Perspektive berichten, dass die psychologische Beratung eine flexible und zugängliche Form der Unterstützung für Menschen bietet.
Über mich
M.Sc. Psychologe, Paartherapeut und Doktorand. Ich begleite Paare, die spüren: So kann es nicht weitergehen.
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Gütezeichen der psychologischen Beratung vergeben durch den Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP).
Eingetragenes Voll-Mitglied im Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen.
Für meine Arbeit hat der BDP mir das Gütezeichen „Beratung durch PsychologInnen" verliehen.